Herzlich Willkommen!

Kinderpatenschaften boomen. Immer mehr BerlinerInnen engagieren sich freiwillig für ein Kind. Ob sie gemeinsam Mathe machen, ins Museum gehen oder sich Geschichten erzählen: Die PatInnen begleiten Mädchen und Jungen, sind für sie da, regelmäßig, langfristig. Damit diese Form der Unterstützung für Kinder weiter wächst, gut arrangiert und angemessen gewürdigt wird, haben sich die Berliner Patenschaftsprojekte zu einem Netzwerk zusammengeschlossen.



Das Konzept Patenschaft

Eine Patenschaft ist eine längerfristig angelegte 1:1 Beziehung zwischen einem ehrenamtlich engagierten Erwachsenen (Patin/Pate) und einem Kind (Patenkind). In dieser sogenannten Tandembeziehung erfährt das Kind positive (Entwicklungs-) Förderung durch die Aufmerksamkeit, Unterstützung und Anregungen seiner Patin/seines Paten. Die/der Ehrenamtliche wiederum macht die positive Erfahrung der Teilhabe an der kindlichen Lebenswelt.

In Berlin kümmern sich vielfältige Programme um die Gewinnung, Vorbereitung, Vermittlung und Begleitung solcher Patenschaften.


"Zusammen sind wir stärker und lauter"

Unser Imagefilm in Kinoqualität mit der Synchronstimme von Angela Jolie. In zwei Minuten erfahren Sie, was Patenschaften so besonders machen.


"Ein Kind begleiten"

Was machen PatInnen in einer Kinderpatenschaft? Wie wird man Pate oder Patin? Der folgende Film informiert Sie über diese faszinierende Engagementform. Wir freuen uns über Ihr Interesse und über Ihre Bewerbung bei einem unserer vielen Angebote in Berlin! Einen Überblick zu Patenschaftsangeboten in Berlin erhalten Sie hier.


Mehr zum Netzwerk und seiner Gründungsgeschichte erfahren Sie hier.

Das Neuste aus dem Netzwerk erfahren Sie hier.


Geschichte des Mentoring (engl. Begriff für Patenschaft)

Als Odysseus beschloss an der Seite des griechischen Kriegsführers Agamemnon mit in den trojanischen Krieg zu ziehen, bat er Mentor die Erziehung seines Sohnes Telemachus zu übernehmen. Mentor war der Sohn von Alcimus van Ithaka, einem alten Freund von Odysseus.

Zu der Zeit war die Erziehung von Söhnen zu charaktervollen Kriegern Sache weiser Männer wie Mentor. Odysseus wählte ihn wegen seiner Kenntnisse, seiner Weisheit und Erfahrung. Odysseus meinte, dass diese Eigenschaften einen günstigen Einfluss auf die Erziehung seines Sohnes haben würden.

Mentor ist im zweiten Buch von Homers Odyssee der ältere Freund von Telemachus. In seiner Gestalt begleitet Athena den jungen Prinzen auf seiner Reise nach Pylos und Sparta. Mentor (oder Athena) steht Telemachus bei jeglicher schwierigen Situation mit Rat und Tat zur Seite. Er (sie) erzieht den jungen Prinzen mit sanfter Hand.

Gleichzeitig beschreibt Homer in seinem Buch Die Ilias eine ähnliche Beziehung zwischen Phoenix und Achilles. Nur ist Achilles eigensinnig und nicht dazu bereit, den guten Rat von Phoenix zu akzeptieren. Telemachus aber richtet sich nach Mentor und wächst auf zu einem selbstbewussten jungen Mann.

Modernes Mentoring

Die Geburtsstunde des ältesten institutionellen Mentoringprogramms war der Richterspruch von Ernest Coulter am 3. Dezember 1904 im Stadtteil Lower Manhatten in New York, USA. Statt einen straffällig gewordenen Jugendlichen zu einer Gefängnisstrafe zu verurteilen entschied der Richter dem Jungen könne nur wahrlich geholfen werden, wenn jemand gefunden würde, der auf ihn achtgeben und ihn auf den „richtigen“ Weg bringen würde - ein großer Bruder. Noch am selben Tag meldeten sich 39 Freiwillige, die zu den ersten Mitgliedern von Big Brothers New York wurden, der Vorläuferorganisation von Big Brothers Big Sisters - eins der weltweit bekanntesten und größten Patenschaftsprogramme. 1912 gab es die Organisation bereits in 26 Städten in den USA. Das Programm entwickelte sich mit starker staatlicher Unterstützung rapide weiter und 1998 gründete sich Big Brothers Big Sisters International. Heute gibt es dieses Programm auch in Deutschland.

Auch in Berlin gibt es seit den 90er Jahren Mentoring- bzw. Patenschafts-programme. Hier sind sie vor allem entstanden in Nachbarschaftshäusern, sozialen Vereinen und Universitäten durch das Engagement vieler einzelner Personen oder Vereine. Die Projekte haben unterschiedliche Schwerpunkte, jeweils auf die Belange eines bestimmten Stadtteils oder einer bestimmten Zielgruppe ausgerichtet.



Mehr Informationen

Möchten Sie mehr über den Patenschaftsansatz erfahren? Besuchen Sie auch unsere Seite "Nützliche Links" mit zahlreichen Verweisen auf weitere Organisationen.

Unser neuer Fachbrief, der "Telemachos", erscheint ab Mai in zweimonatigem Abstand und informiert über Praxis und Forschung des Eins zu Eins-Mentorings. Bleiben Sie informiert und abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter.