Informationen für Patenschaftssuchende

Liebe Suchende, lieber Suchender,

 

es ist nicht leicht, eine Patenschaft für Ihr Kind/Jugendlichen zu finden. Zwar gibt es viele Programme in Berlin, aber diese sind nahezu ausschließlich über Spenden- und Projektgelder finanziert und haben geringe Kapazitäten.

 

Bitte überprüfen Sie anhand der Checkliste weiter unten, ob Ihre Erwartungen über eine Patenschaft erfüllt werden können.

 

Bitte nehmen Sie direkt Kontakt zu einem unserer Mitgliedsprogramme auf. Gehen Sie zur Direktsuche auf den Link "Alle Programme auf einen Blick" 


Checkliste für Suchende

1. Was ist eine (örtliche) Kinderpatenschaft?

  • Eine „1 zu 1“-Begegnung zwischen einem Kind und einem Erwachsenem.
  • Der Pate/ die Patin arbeitet ehrenamtlich.
  • Die Patenschaft wird von beiden Seiten freiwillig eingegangen.
  • Patenschaften werden betreut, das betreuende Personal nennt sich „KoordinatorIn“

2. Was machen PatenschaftskoordinatorInnen?

  • Sie sind zuständig für Vorbereitung und Begleitung der PatInnen.
  • Sie sind AnsprechpartnerIn für alle Beteiligte und klären alle Fragen rund um die Patenschaft
  • Sie tragen Verantwortung für die Umsetzung festgelegter Qualitätsstandards.

3.  Was machen PatInnen?

  • Die ehrenamtlichen PatInnen gehen eine Beziehung ein.
  • Sie schenken ihre Zeit (mindestens 6 Monate, je nach Ansatz auch längerfristig).
  • Ihre Hauptmotive sind: Unterstützung eines Kindes, Spaß, Austausch, interkulturelle Erfahrung
  • Sie werden vorbereitet und betreut, sind jedoch keine sozialpädagogischen Fachkräfte.
  • Die gemeinsam verbrachte Freizeit orientiert sich an Interessen der Patenkinder und PatInnen.

4. Was können PatInnen nicht leisten?

  • Sie sind kein Bestandteil des staatlichen Hilfesystems.
  • Sie sind keine bezahlte Fachkraft.
  • Sie sind kein Angebot im Rahmen der staatlichen (kommunalen) „Hilfe zur Erziehung“ – Leistung. 

5. Woran können Sie ein qualitativ hochwertiges Patenprogramm erkennen?

  • Es gibt klare AnsprechpartnerInnen für die PatinInnen selbst, die TeilnehmerInnen am Projekt (Kinder, Jugendliche, Eltern) sowie die beteiligten Institutionen (Schule, Kindertagesstätte, etc.).
  • Es erfolgt über die KoordinatorIn eine passgenaue Zuordnung zwischen PatIn und Teilnehmenden (Kind/Eltern)
  • Es wird ein regelmäßiger Austausch zwischen den Patinnen/Paten organisiert (Stammtisch, Supervision...).
  • Die Patenschaften werden kontinuierlich beobachtet und in ihren Ergebnissen dokumentiert.
  • Der/die KoordinatorIn befindet sich in fachlichem Austausch über Qualitätsstandards (Mitgliedschaft im Netzwerk Berliner Kinderpatenschaften). 

6. Wie ist die Situation der Patenschaftsangebote in Berlin

  • Es gibt keine Regelfinanzierung, infolgedessen kein verlässliches dauerhaftes Angebot.
  • In Berlin gibt es keine einheitliche Angebotsstruktur, deshalb gibt es Bezirke und Sozialräume ohne jegliches Angebot, auch wenn Bedarf vorhanden ist.
  • Der Bedarf an Patenschaften ist höher als das Angebot.

Weitere Informationen

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Ein Engagement, das wirkt. 1:1-Patenschaften und Mentoring für Kinder und Jugendliche im Paritätischen Berlin
Mentoring_2014_FINAL.pdf
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Gemeinsam mit dem SHIA e.V. (Selbsthilfe Initiative für Alleinerziehende) haben wir eine Handreichung für Eltern erarbeitet.

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SHIA e.V. Handreichung für Eltern.pdf
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